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Wahlliste für die Gemeinderatswahl am 13.06.2004 in Ravensburg







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Homepage der Bürger/innen für Ravensburg


  

Artikel in der Schwäbischen Zeitung vom 29.05.2004

Wichtig ist die Unabhängigkeit

 
RAVENSBURG - Unabhängig, frei, ohne Fraktionszwang, dafür mit einem Herz für Ravensburg. So präsentieren sich die "Bürger/innen für Ravensburg". Von Programmen, die dann der Wirklichkeit nicht standhalten, halten sie nichts. Stattdessen formulieren sie allgemeiner gehaltene Leitlinien.

 
Von unserem Redakteur Winfried Leiprecht

 
"Wir wollen, wenn man so will, von der Tribüne auf das Spielfeld", heißt es eingangs dieser Leitlinien. Den Einwand, die Wähler müssten mit einer Liste ohne Programm die Katze im Sack kaufen, lässt Berthold Traub, von Beruf Rechtsanwalt, nicht gelten: "Die meisten anderen haben tolle Programme. Aber die Realität ist eine andere." Populistisch sei es zum Beispiel, zu sagen, man sei für die zweite Eisfläche, und genau zu wissen, dass dies die Stadtfinanzen nicht hergeben. Dabei nehmen die Kandidaten der Bürgerliste für sich in Anspruch, konkrete Vorstellungen zur Zukunft der Stadt zu haben. Rektor Pasqualino Mauta nennt einige: Erhalt der Einkaufsmöglichkeiten in der Innenstadt, Bewahren des historischen Spitals, die Schulen als einen "Zukunftsbereich".

 
Auf zu neuen Ufern

 
"Es ist ein bisschen der Aufbruch zu neuen Ufern", charakterisiert Traub die Bürgerliste. "Wir sind ein weiteres Element in der Kommunalpolitik und nicht gegen irgend jemanden gerichtet", pflichtet ihm Mauta bei. Sein Vater, der 1957 mit der Familie aus Süditalien nach Deutschland kam, habe ihm einmal gesagt: "Du kannst nicht nur etwas von der Stadt erwarten, Du musst auch etwas für diese Stadt tun." Aus diesem Gedanken heraus trete er in einer Stadt an, in der er sehr viel Positives erfahren habe. Das Kommunalwahlgesetz sehe schließlich vor, dass sich alle Bürger, nicht nur die in den Parteien, aktiv beteiligen. Mauta: "Warum sollen wir das nicht wahrnehmen?"

 

An eine Partei oder an die Freien Wähler wollen sich die Kandidaten der neuen Liste bewusst nicht binden. "Wir sind frei und unabhängig. Das ist uns wichtig", betont Monika Südbeck-Arndt, die beim Landratsamt im Fachbereich Kreisplanung arbeitet. Ein großes Wahlkampfbudget gibt es nicht. Was anfällt, bezahlt jeder selbst. Einen Fraktionszwang soll es im Gemeinderat nicht geben. "In dem Moment, in dem es den gäbe, würde uns die Hälfte unserer Leute abspringen", sagt Berthold Traub. Nur nach ihrem Gewissen wollen die Kandidaten der Bürgerliste als Vertreter der Ravensburger entscheiden. So, wie es das Grundgesetz für Parlamentarier vorsieht.

 

Die Bürgerliste will erreichen, dass Entscheidungen im Gemeinderat durchsichtiger werden. "Demokratie und Bürgernähe sind die Voraussetzung für Teilnahme und Integration", steht in den Leitlinien. Berthold Traub: "Je weniger nichtöffentliche Sitzungen desto besser." Der Bürgerliste schwebt vor, den städtischen Haushalt allgemeinverständlich ins Internet zustellen. Wenn es um die Konsolidierung des Haushaltes geht, sind nach Ansicht Mautas alle Bürger aufgerufen, sich einzubringen. "Wir passen genau in diese Zeit hinein", hält Mauta den Ansatz der Bürgerliste angesichts der heutigen Probleme für absolut angemessen. Im Rathaus müssten die Interessen der Menschen und nicht die der Akteure in Stadtpolitik und Verwaltung im Vordergrund stehen, heißt es in den Leitlinien.

 

Vehement widersprechen die Vertreter der Bürgerliste im SZ-Gespräch Stimmen, die sagen, ihre Gruppe sei eine Wilfried-Krauss-Liste, quasi eine Gemeinschaft zur Sicherung des Wiedereinzugs des früheren SPD-Fraktionschefs in den Gemeinderat. Nicht eine Einzelperson habe diese Liste zusammengestellt, betonen sie. "Es war eine Kettenreaktion", erzählt Mauta Einer habe den anderen angerufen, bis innerhalb von nur drei Tagen die Liste voll war. Es mussten sogar Interessenten abgewiesen werden. Für Berthold Traub ist der Andrang ein ermutigendes Zeichen: "Es gibt mehr eine Partei- als eine Politikmüdigkeit!" "Wir sind von allem etwas. Wahrscheinlich sind wir die klassischen Wechselwähler", meint Monika Südbeck-Arndt. Nicht alle auf der Liste sind untereinander Freunde. Aber sie respektieren sich. Das gilt auch im Verhältnis zu Wilfried Krauss. Mauta: "Das ist, wie wenn man heute mit Olli Kahn in einer Mannschaft spielt. Der Kahn ist gar nicht so schlecht."

"Vier Sitze wären toll"

 Was erwartet sich die Bürgerliste? Traub: "Wir gehen von einem guten Erfolg aus, weil wir die einzige Liste mit drei Kaminkehrern sind." Auf Nachfrage wird"s konkreter: "Drei Sitze wären schön, vier Sitze wären toll, alles andere wäre ein mittleres Wunder."}

 
Die "Bürger /innen für Ravensburg" wollen "von der Tribüne auf das Spielfeld." Auf unserem Foto: Monika Südbeck-Arndt, Pasqualino Mauta und Berthold Traub. SZ-Foto: Anton Wassermann

(Stand: 29.05.2004 00:17)



 
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